Wie verhaltet ihr euch am besten bei Verschwörungserzählungen?

Alles gelogen?

Falschnachrichten und Verschwörungserzählungen sind sehr gefährlich, weil jeder Mensch sie verbreiten kann. Ihr könnt euch ziemlich sicher sein, dass auch in eurer Familie oder in eurem Freundeskreis ab und zu Gerüchte umgehen, die komplett falsch sind. Und wenn es ganz blöd läuft, kann es zu unangenehmen Situation kommen.

Erstmal haben wir euch hier zusammengefasst, was Verschwörungserzählungen überhaupt sind:

 

Was tut ihr, wenn zum Beispiel euer Onkel oder eure beste Freundin plötzlich über Reptiloiden spricht? Hierzu gibt es leider kein sicheres Erfolgsrezept, aber wir haben trotzdem ein paar Tipps für euch gesammelt. Da sie schon sehr persönlich sind, gelten sie aber NUR bei Leuten, die ihr WIRKLICH kennt und mit denen ihr oft zu tun habt. Bei Unbekannten sollt ihr euch immer bei Erwachsenen, denen ihr vertraut, Hilfe holen – zum Beispiel bei euren Eltern oder bei Lehrer*innen.

1. Ruhig bleiben

Egal, wie doof ihr die Geschichte von eurem Onkel über diese bösen Echsenmenschen vom Mond findet: Nicht ärgern lassen und nicht streiten. Denn die ganze Aufregung würde gar nichts bringen. Wer an Verschwörungserzählungen glaubt, ist genauso sehr davon überzeugt wie ihr vom Gegenteil – selbst wenn es ganz verrückte Sachen sind. Wenn ihr euch aufregt, kann es im schlimmsten Fall sogar sein, dass euer Gegenüber sich dann verletzt fühlt. So würde dann gar kein Gespräch mehr zustande kommen. Also: Ruhig bleiben.

2. Nehmt die Sache ernst

Ihr solltet solche Aussagen aber auch nicht ignorieren. Auch die verrücktesten Verschwörungserzählungen sollten ernst genommen werden. Gerade, wenn eure Verwandten oder Freunde sie verbreiten. Denn wer an solche Geschichten glaubt, macht sich wahrscheinlich ernste Sorgen um sich selbst und/oder um andere Menschen.

Was gar nicht geht, sind Veräppelungen: Wenn euer Gegenüber es mit seiner Geschichte ernst meint und ihr euch darüber lustig macht, gilt das Gleiche wie bei Punkt 1: Das kann wehtun.

3. Fragt euch: Wie gut kenne ich mich bei dem Thema aus?

Wenn ihr die Aussagen von jemandem hinterfragt, müsst ihr das gleiche auch erstmal bei euch selbst tun. Kennt ihr euch bei dem Thema gut aus? Wenn ja, ist das super. Denn so könnt ihr eure eigene Meinung bilden und sie verteidigen. Wenn nicht, müsst ihr ein bisschen vorsichtiger sein. Denn Verschwörungserzähler*innen werden versuchen, euch umzustimmen. Also: Auch wenn ihr euch bei einem Thema nicht auskennt, solltet ihr nicht direkt alles abkaufen, was euch erzählt wird.

Genau aus diesem Grund ist es extrem wichtig, dass ihr euch so gut wie möglich über das Thema informiert. Am besten holt ihr euch Hilfe bei euren Lehrer*innen oder Eltern. Sinnvolle Anlaufstellen zu verschiedenen Themen sind zum Beispiel logo! oder Hanisauland.

4. Seid neugierig und stellt Fragen

Auch ganz wichtig: Wer an Verschwörungserzählungen glaubt, ist nicht dumm. Deshalb ist es sinnvoll, (viele) Fragen über die Geschichte zu stellen, damit euer Gegenüber merkt, dass es eigentlich Quatsch ist. Fragen regen nämlich zu einem tieferen Nachdenken an. So könnt ihr zum Beispiel hinterfragen, ob eine Aussage wirklich aus der anderen resultiert, oder ob es nicht vielleicht doch Logikfehler gibt. Damit zeigt ihr außerdem, dass ihr euer Gegenüber und dessen Sorgen ernst nehmt, obwohl ihr die Begründung dafür nicht teilt. Also lasst euch keinesfalls erschlagen von den Erzählungen, sondern kommt auch selbst zu Wort.

All das gilt aber natürlich nur bei Menschen, die ihr schon gut kennt und mit denen ihr oft über verschiedene Themen redet. Macht das bitte nicht bei Unbekannten, denn ihr wisst nicht, wie sie reagieren können. Wenn ihr aber unbedingt aktiv werden wollt, meldet euch erstmal bei Menschen, denen ihr vertrauen könnt und bei denen ihr wisst, dass sie sich mit dem Thema auseinandersetzen. Zum Beispiel bei euren Eltern oder euren Lehrer*innen.

5. Holt euch Hilfe

Wundert euch nicht, wenn das alles (erstmal) nichts bringt. Es ist gar nicht so einfach, sich vom Glauben an eine Verschwörungserzählung wieder abzuwenden. Das braucht Zeit, Überzeugungsarbeit und viele kleine Impulse und Gespräche. Ihr könnt Menschen, die euch wichtig sind, also Stück für Stück auf diesem Weg weg von der Verschwörungserzählung unterstützen. Wenn ihr euch generell um die Person Sorgen macht, gilt auch hier: holt euch Hilfe. Sprecht mit euren Eltern oder vielleicht mit euren Lehrer*innen darüber. Im besten Fall können sie einschätzen, ob und wie schlimm die Situation ist und ob etwas dagegen getan werden sollte. In München ist die Beratungsstelle BEFORE eine gute Anlaufstelle für Betroffene von Verschwörungserzählungen.

Das alles gilt nur, wenn ihr die Person kennt.

Das waren erstmal die wichtigsten Regeln zum Umgang mit Verschwörungserzähler*innen. Sie gelten aber nur, wenn ihr die Person gut kennt und oft mit ihr zu tun habt. Leider ist es mittlerweile so, dass ihr überall auf Verschwörungserzähler*innen stoßen könnt. Im Internet sowie im echten Leben. Wenn ihr zum Beispiel auf eine Demo von Verschwörungserzähler*innen trefft, solltet ihr nicht zu ihnen gehen und Fragen stellen, oder gar versuchen sie umzustimmen. Das kann nämlich auch gefährlich sein. In den meisten sozialen Netzwerken könnt (und solltet) ihr allerdings komische Inhalte melden.

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Alles gelogen?

Falschnachrichten und Verschwörungserzählungen sind sehr gefährlich, weil jeder Mensch sie verbreiten kann. Ihr könnt euch ziemlich sicher sein, dass auch in eurer Familie oder in eurem Freundeskreis ab und zu Gerüchte umgehen, die komplett falsch sind. Und wenn es ganz blöd läuft, kann es zu unangenehmen Situation kommen.

Erstmal haben wir euch hier zusammengefasst, was Verschwörungserzählungen überhaupt sind:

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Was tut ihr, wenn zum Beispiel euer Onkel oder eure beste Freundin plötzlich über Reptiloiden spricht? Hierzu gibt es leider kein sicheres Erfolgsrezept, aber wir haben trotzdem ein paar Tipps für euch gesammelt. Da sie schon sehr persönlich sind, gelten sie aber NUR bei Leuten, die ihr WIRKLICH kennt und mit denen ihr oft zu tun habt. Bei Unbekannten sollt ihr euch immer bei Erwachsenen, denen ihr vertraut, Hilfe holen – zum Beispiel bei euren Eltern oder bei Lehrer*innen.

1. Ruhig bleiben

Egal, wie doof ihr die Geschichte von eurem Onkel über diese bösen Echsenmenschen vom Mond findet: Nicht ärgern lassen und nicht streiten. Denn die ganze Aufregung würde gar nichts bringen. Wer an Verschwörungserzählungen glaubt, ist genauso sehr davon überzeugt wie ihr vom Gegenteil – selbst wenn es ganz verrückte Sachen sind. Wenn ihr euch aufregt, kann es im schlimmsten Fall sogar sein, dass euer Gegenüber sich dann verletzt fühlt. So würde dann gar kein Gespräch mehr zustande kommen. Also: Ruhig bleiben.

2. Nehmt die Sache ernst

Ihr solltet solche Aussagen aber auch nicht ignorieren. Auch die verrücktesten Verschwörungserzählungen sollten ernst genommen werden. Gerade, wenn eure Verwandten oder Freunde sie verbreiten. Denn wer an solche Geschichten glaubt, macht sich wahrscheinlich ernste Sorgen um sich selbst und/oder um andere Menschen.

Was gar nicht geht, sind Veräppelungen: Wenn euer Gegenüber es mit seiner Geschichte ernst meint und ihr euch darüber lustig macht, gilt das Gleiche wie bei Punkt 1: Das kann wehtun.

3. Fragt euch: Wie gut kenne ich mich bei dem Thema aus?

Wenn ihr die Aussagen von jemandem hinterfragt, müsst ihr das gleiche auch erstmal bei euch selbst tun. Kennt ihr euch bei dem Thema gut aus? Wenn ja, ist das super. Denn so könnt ihr eure eigene Meinung bilden und sie verteidigen. Wenn nicht, müsst ihr ein bisschen vorsichtiger sein. Denn Verschwörungserzähler*innen werden versuchen, euch umzustimmen. Also: Auch wenn ihr euch bei einem Thema nicht auskennt, solltet ihr nicht direkt alles abkaufen, was euch erzählt wird.

Genau aus diesem Grund ist es extrem wichtig, dass ihr euch so gut wie möglich über das Thema informiert. Am besten holt ihr euch Hilfe bei euren Lehrer*innen oder Eltern. Sinnvolle Anlaufstellen zu verschiedenen Themen sind zum Beispiel logo! oder Hanisauland.

4. Seid neugierig und stellt Fragen

Auch ganz wichtig: Wer an Verschwörungserzählungen glaubt, ist nicht dumm. Deshalb ist es sinnvoll, (viele) Fragen über die Geschichte zu stellen, damit euer Gegenüber merkt, dass es eigentlich Quatsch ist. Fragen regen nämlich zu einem tieferen Nachdenken an. So könnt ihr zum Beispiel hinterfragen, ob eine Aussage wirklich aus der anderen resultiert, oder ob es nicht vielleicht doch Logikfehler gibt. Damit zeigt ihr außerdem, dass ihr euer Gegenüber und dessen Sorgen ernst nehmt, obwohl ihr die Begründung dafür nicht teilt. Also lasst euch keinesfalls erschlagen von den Erzählungen, sondern kommt auch selbst zu Wort.

All das gilt aber natürlich nur bei Menschen, die ihr schon gut kennt und mit denen ihr oft über verschiedene Themen redet. Macht das bitte nicht bei Unbekannten, denn ihr wisst nicht, wie sie reagieren können. Wenn ihr aber unbedingt aktiv werden wollt, meldet euch erstmal bei Menschen, denen ihr vertrauen könnt und bei denen ihr wisst, dass sie sich mit dem Thema auseinandersetzen. Zum Beispiel bei euren Eltern oder euren Lehrer*innen.

5. Holt euch Hilfe

Wundert euch nicht, wenn das alles (erstmal) nichts bringt. Es ist gar nicht so einfach, sich vom Glauben an eine Verschwörungserzählung wieder abzuwenden. Das braucht Zeit, Überzeugungsarbeit und viele kleine Impulse und Gespräche. Ihr könnt Menschen, die euch wichtig sind, also Stück für Stück auf diesem Weg weg von der Verschwörungserzählung unterstützen. Wenn ihr euch generell um die Person Sorgen macht, gilt auch hier: holt euch Hilfe. Sprecht mit euren Eltern oder vielleicht mit euren Lehrer*innen darüber. Im besten Fall können sie einschätzen, ob und wie schlimm die Situation ist und ob etwas dagegen getan werden sollte. In München ist die Beratungsstelle BEFORE eine gute Anlaufstelle für Betroffene von Verschwörungserzählungen.

Das alles gilt nur, wenn ihr die Person kennt.

Das waren erstmal die wichtigsten Regeln zum Umgang mit Verschwörungserzähler*innen. Sie gelten aber nur, wenn ihr die Person gut kennt und oft mit ihr zu tun habt. Leider ist es mittlerweile so, dass ihr überall auf Verschwörungserzähler*innen stoßen könnt. Im Internet sowie im echten Leben. Wenn ihr zum Beispiel auf eine Demo von Verschwörungserzähler*innen trefft, solltet ihr nicht zu ihnen gehen und Fragen stellen, oder gar versuchen sie umzustimmen. Das kann nämlich auch gefährlich sein. In den meisten sozialen Netzwerken könnt (und solltet) ihr allerdings komische Inhalte melden.

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