Wie sich eine Nachricht durch Weiterleiten vervielfältigt ©checkdiefakten

Weiterleiten? – Lieber nicht!

Im Internet gibt es eine Menge witzige Videos. Hunde, die ins Wasser fallen, Katzen die lustige Geräusche machen oder spannende Let’s Plays. All diese Videos teilt ihr gerne mit euren Freund*innen, denn zusammen macht Lachen viel mehr Spaß. Leider werden im Internet aber nicht nur Inhalte verbreitet, die euch Spaß machen sollen. Es gibt auch viele Dinge, die gepostet werden, um anderen Menschen zu schaden. Ganz oft werdet ihr besonders bei solchen Videos, Bildern oder Texten sogar extra aufgefordert, sie zu teilen.

Vor allem, weil die Inhalte euch vielleicht wütend oder traurig machen, tut ihr das auch manchmal. Schließlich wollt ihr eure Geschwister, Klassenkamerad*innen, oder Freund*innen warnen. Aber genau das ist gefährlich. Denn viele dieser Inhalte sind gar nicht wahr.

“Unglaublich, oder?”

Arnims bester Freund hat ihm eine Nachricht geschickt. Es ist ein Link zu einem Artikel, indem es um unglaubliche Tierarten geht. Erst gestern wurde in Hamburg ein blauer Hund entdeckt. „Unglaublich, oder?“ schreibt Arnims Freund dazu. Arnim klickt auf den Artikel und sieht als erstes ein Foto von einem lustigen blauen Hund. „Echt unglaublich“ antwortet er seinem Freund direkt, ohne weiterzulesen. Ein blauer Hund – vielleicht kann er seine Eltern überzeugen, dass sie sich einen anschaffen. Er leitet den Artikel direkt an seine Schwester weiter, um auch sie zu überzeugen.

Helft mit, indem ihr nichts weiterleitet

Pinar schaut auf ihr Handy – sie hat eine Nachricht von ihrem Bruder bekommen. Er will jetzt so einen blauen Hund wie auf dem Bild haben und sie soll ihm dabei helfen, die Eltern zu überzeugen. Pinar klickt auf den Link, sieht das Foto des blauen Hundes und liest weiter. Unter der Überschrift „Blauer Hund in Hamburg entdeckt“ steht der Name des Vierbeiners: Schlumpf. Pinar liest noch weiter.

„Der Welpe war am Samstagmorgen im Friseursalon seines Frauchens dabei. Die Friseurin, die selbst knallrote Haare hat, dachte sich, der Hund könnte seinem Namen noch etwas gerechter werden. So machte sie kurzerhand einen echten „Schlumpf“ aus ihm und färbte sein Fell blau. Wenn man Schlumpf nun auf den Straßen Hamburgs sieht könnte man meinen, er sei ganz natürlich blau – so täuschend echt sieht die Farbe aus.“

Einem Hund das Fell färben – das findet Pinar gar nicht cool. Der arme Schlumpf. Sie antwortet ihrem Bruder „Es gibt keine blauen Hunde, lies dir doch den Artikel dazu durch“ und legt ihr Handy zur Seite.

Recherchieren hilft

Im Gegensatz zu Arnim, der den Beitrag schon allen seinen Kontakten geschickt hat, hat Pinar ihn nicht weitergeleitet. Immerhin ist der Hund gar nicht wirklich blau und deshalb findet sie, dass der Artikel Quatsch ist.

Arnim kann gar nicht glauben, was seine Schwester ihm schreibt und liest den Artikel. Blöd nur, dass er ihn schon an alle Freund*innen weitergeleitet hat. Jetzt muss er allen nochmal schreiben und alles richtigstellen. Er will ja keine Falschnachrichten verbreiten.

So wird die Kette unterbrochen

Dadurch, dass Pinar die Meldung nicht weitergeleitet hat, hat sie die Kette unterbrochen. Ihr Bruder dagegen, hat die Meldung noch weiter verbreitet, denn auch seine Freund*innen teilen den Link noch weiter. So können sich auch Fake News sehr schnell verbreiten, die für einen falschen Eindruck sorgen und letztendlich Schaden anrichten können. Denn oft geht es bei Falschnachrichten nicht nur um einen blauen Hund, sondern um Menschen.

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